Dyskalkulie-Förderung

Matheschwäche, Rechenschwäche, Dyskalkulie, Rechenschwierigkeiten – die Begriffe für Schwierigkeiten in Mathematik sind zahlreich.

Wir bieten qualifizierte Förderung, Beratung und Diagnose bei Rechenschwierigkeiten.

Rechenschwäche, Dyskalkulie, Rechenschwierigkeiten – alle drei Begriffe stehen für eine Teilleistungsschwäche in Mathematik, die sich vor allem auf Schwierigkeiten mit den grundlegenden Rechenfertigkeiten Addition und Subtraktion bezieht. Kinder und Erwachsene, die diese Schwierigkeiten haben, werden als rechenschwach bezeichnet.

3d game red dices isolated on white backgroundDie Ursachen für Rechenschwierigkeiten können sehr vielschichtig sein. Zum einen können Entwicklungsverzögerungen zu Schwierigkeiten in der Wahrnehmung, Verarbeitung und Speicherung visueller Informationen führen. Zum anderen fehlen häufig Gedächtnisstrategien und Konzentrationsfähigkeit. Diese sind insbesondere für das Kopfrechnen sehr wichtig. Weiterhin werden psychisch-emotionale Faktoren als Ursache für Rechenschwierigkeiten angenommen. Hierzu zählen fehlendes Selbstvertrauen sowie Angst vor Misserfolgen und Fehlern. Auch die Methodik des Mathematikunterrichts in der Schule kann zu Rechenschwierigkeiten führen. Verursacht durch eine ungenügende „Passung” zwischen Kind und Unterricht können Verständnislücken schnell zu großen Lernproblemen führen.

Wesentliche Merkmale von Rechenschwierigkeiten

Verfestigtes zählendes Rechnen

Rechenschwache Kinder kennen in der Regel nur die Strategie „Zählen mit den Fingern” oder fühlen sich mit dieser Strategie am sichersten. Strukturen der Mathematik werden nicht erkannt.

Einseitiges Zahlenverständnis

Kinder mit Rechenschwierigkeiten erkennen in einer Zahl rein die Menge dieser Zahl. So bedeutet beispielsweise die Zahl 7 eine Hand und zwei Finger. Dass 7 auch die Hälfte von 14 ist oder 3 weniger als 10, wird nicht erkannt.

Einseitiges Operationsverständnis

Für rechenschwache Kinder bedeutet das Pluszeichen „weiterzählen” oder „hochzählen”, das Minuszeichen dementsprechend „rückwärtszählen”. Eine Handlungsvorstellung für Rechenoperationen ist nicht ausgebildet. Vielmehr werden die Ziffern konsequent gemäß der eigenen Regeln miteinander verknüpft.

 

Die Förderung findet ausschließlich als Einzelförderung statt, um auf die Bedürfnisse des Kindes individuell eingehen zu können. Es handelt sich dabei nicht um Nachhilfeunterricht, in dem der aktuelle Schulstoff geübt wird. Rechenschwache Kinder besitzen oftmals als Rechenstrategie lediglich das Zählen mit den Fingern. Deshalb wird genau an diesem Punkt angesetzt. Im Förderunterricht erlernen die Kinder andere Rechenstrategien.

Zu Beginn der Förderung werden die Schwierigkeiten des Kindes durch eine detaillierte Fehleranalyse exakt bestimmt. Darauf aufbauend wird eine Förderplanung erstellt.

Die eingesetzten Strategien zum Erlernen der mathematischen Strukturen sind an der aktuellen Mathematikdidaktik orientiert. Da rechenschwachen Kindern oftmals das Verständnis über unser Zahlensystem fehlt und lediglich mit den Fingern „gerechnet” wird, wird häufig zunächst im Zahlenraum bis 20 gerechnet. Anhand von ansprechenden mathematischen Arbeitsmaterialien wird der Aufbau unseres Zahlensystems trainiert sowie die Strategien der Addition und Subtraktion erarbeitet und verinnerlicht. Erst wenn sich das Kind sicher im Zahlenraum bis 20 bewegen kann, wird der Zahlenraum erweitert.

Das laute Denken des Kindes hilft, die Denkstrukturen des Kindes Schritt für Schritt überprüfen zu können und auf eventuelle fehlerhafte Strukturen sofort eingehen zu können. Während der Förderung wird stets darauf geachtet, dass das Kind genügend Zeit bekommt, über die gestellte Aufgabe nachzudenken.

 

Kontaktaufnahme

Sie haben bei Ihrem Kind gravierende Schwierigkeiten in Mathematik festgestellt? Gerne beantworten wir all Ihre Fragen rund um das Themengebiet Rechenschwäche sowie einer möglichen Förderung.

Diagnose

Um einen umfassenden Einblick in die mathematische Denkweise des Kindes zu erhalten und um eine Förderplanung erstellen zu können, wird zunächst mit dem Kind gearbeitet. Hierbei geht es nicht um eine standardisierte Diagnose einer Dyskalkulie. Vielmehr werden die Vorstellungen des Kindes zu mathematischen Sachverhalten offengelegt und eine umfangreiche Fehleranalyse durchgeführt. Dadurch erhalten wir einen Überblick, welche Schwierigkeiten beim Kind vorliegen und welche Bereiche gefördert werden sollten.

Im Anschluss an die Diagnose findet ein Elterngespräch statt. In diesem Gespräch wird den Eltern offengelegt, welche mathematischen Schwierigkeiten festgestellt wurden und welche Bereiche gefördert werden sollten. Des Weiteren wird die Förderplanung vorgestellt. Falls Sie sich für eine Förderung bei Pfiffikus entscheiden, wird ausführlich über das Kind gesprochen.

Zusammenarbeit

Bei uns werden keine Verträge mit Mindestlaufzeiten abgeschlossen. Es besteht keine Kündigungsfrist für die Eltern. Sollten Sie sich für eine Förderung bei Pfiffikus entscheiden, werden alle Details einer Zusammenarbeit im Elterngespräch vorgestellt.

Preise

Bei Pfiffikus bezahlen Sie die Kosten für die Förderstunden. Hinzu kommt der Betrag der einmaligen Diagnose. Für Material, Zusammenarbeit mit der Schule des Schülers etc. entstehen keine Kosten für die Eltern.

Diagnose inkl. schriftlicher Ausarbeitung 165 €
Monatspreis 176 €

Änderungen vorbehalten

Übernahme der Kosten durch das Jugendamt

In besonderen Fällen übernimmt das Kreisjugendamt Göppingen die Kosten für die Förderung (nach § 35 a KJHG).